Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse

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Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse

Zusammenfassung der wesentlichen gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Gestaltung Flexibler Arbeitszeiten

Was sind gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse?

  • Im Allgemeinen erhöht sich bei steigender Variabilität* der Arbeitszeiten das Risiko für ...
    • Schlafstörungen
    • Magen- und Darmbeschwerden
    • Psycho-vegetative Beschwerden, innere Unruhe, Nervosität
    • Familiäre und soziale Beeinträchtigungen

      Der Grund dafür ist, dass die Arbeit dabei häufig zu ungünstigen Zeiten stattfindet und die zeitliche Strukturierung des Arbeits- und des sozialen Lebens darunter leidet oder sogar verloren geht.
  • Einflußmöglichkeiten der Mitarbeiter auf die Gestaltung ihrer eigenen (flexiblen) Arbeitszeiten können im Allgemeinen das Risiko für gesundheitliche und familiäre/soziale Beeinträchtigungen verringern. Sie können die negativen Auswirkungen der Variabilität jedoch nicht vollständig aufheben. Auch selbstbestimmte variable Arbeitszeiten führen zu gesundheitlichen und sozialen Beeinträchtigungen.
  • Flexible Arbeitszeiten mit hoher Variabilität bei gleichzeitig fehlendem Einfluss der betroffenen Mitarbeiter (reine unternehmensorientierte Flexibilität!) weisen das höchste Risiko für gesundheitliche und familiäre/soziale Beeinträchtigungen auf.


*Kennzeichen für Flexible Arbeitszeiten mit hoher Variabilität sind: Dauer und Lage der (täglichen) Arbeitszeiten häufig oder sogar ständig wechselnd, abhängig vom Arbeitskräftebedarf; keine festen Anfangs- und Endzeiten; kein wiederkehrender, fester (Schicht-) Rhythmus, keine Vorausplanbarkeit der Arbeits- und der arbeitsfreien Zeiten, keine Verlässlichkeit der Arbeitszeiten.


Einen guten Überblick der wissenschaftlichen Belege liefern die Publikationen:

Janßen, D. & Nachreiner, F. (2006). Kriterien für die ergonomische Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle. In Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. (Ed.). (pp. 297-300). Dortmund: GfA-Press.

European Agency for Safety and Health at WorkEuropäische (2007). Report - Expert forecast on emerging psychosocial risks related to occupational safety and health (OSH). pdf-Download
http://osha.europa.eu/en/publications/reports/7807118/view

Beermann, B. (BAUA - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) (2007). Menschengerechte Arbeitszeitgestaltung. Vortrag auf dem Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium, Wuppertal am 06.11.2007. pdf Download

Costa, G.et al. (2003). As time goes by - Flexible work hours, health and wellbeing. Final report for SALTSA. Stockholm: National Institute for Working Life.

 

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